Was sind die NaturFreunde eigentlich für ein Verein?


Zu den NaturFreunde gehören etwa 500.000 Mitglieder in 23 Ländern, darunter fast 100.000 in Deutschland.
Sie verbindet die Freude an der Natur und der Wunsch, sie auch für unsere Kinder zu erhalten.
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Vereinsgründung in Deutschland

Die erste Ortsgruppe ausserhalb Österreichs wurde 1905 in München gegründet. 1913 gab es etwa 23.000 Mitglieder in etwa 280 Ortsgruppen.

Das Vereinsleben war sehr rege und vor allem vom Bildungshunger der Mitglieder gekennzeichnet. Die Naturfreunde hielten regelmäßig wissenschaftliche Vorträge ab, gründeten schon 1897 eine naturwissenschaftliche Gruppe, waren die ersten, die “Laternenbildervorträge” mit der “Laterna Magica” veranstalteten, legten naturwissenschaftliche Sammlungen an und führten Büchereien für ihre Mitglieder . Von diesen Büchereien sprechen heute hochbegabte Naturfreunde ehrfurchtsvoll als “ihrer Hochschule”. Wenn auch für einen Proletarier Reisen größerer Art unmöglich waren, so bewirkte doch die Zeitschrift durch ihre Berichte von den Ortsgruppen aus allen Teilen der Monarchie, Europas und Übersees, dass die Naturfreunde-Mitglieder international sich verbunden fühlten. 1907 wurde die erste Fotogruppe bei den Naturfreunden gegründet.

Die alpinen Leistungen dieser Zeit können sich ebenfalls sehen lassen: 1905 Gründung der ersten Skischule, 1906 Gründung der Wintersportsektion und 1907 Eröffnung des ersten Naturfreundehauses auf dem Padasterjoch. Der Schindergraben erbaut 1928

Damals gab es keine Schulwandertage, wie heute. Die Naturfreunde sorgen sich um die Gesundheit der Kinder und organisierten unzählige Kinderwanderungen.

Auf dem politischen Gebiet ist vor allem der Kampf um das freie Wegerecht hervorzuheben, den die Naturfreunde ab 1906 mit Vehemenz zu führen begannen. Regelmäßig erschien im “Naturfreund” eine Rubrik “Der verbotene Weg”. 1909 erschien eine Streitschrift des Juristen und Naturfreundes Arthur Lenhoff, der die rechtliche Grundlage von Verboten durch bereits geltendes Recht in Frage stellte.

Auch in Naturschutzfragen waren die Naturfreunde Vorreiter. Regelmäßig erschienen Artikel gegen die massive Walldabholzung ganzer Täler im Zuge des Bahnbaues.

Die Phase zwischen der Gründung und dem ersten Weltkrieg können wir auch als die Zeit der Opposition der Naturfreunde umschreiben: wie die Arbeiterbewegung insgesamt, waren auch die Anliegen und Aktivitäten der Naturfreunde von der damaligen Gesellschaft nicht anerkannt, sondern mussten gegen den Willen und die Taten von anderen gesellschaftlichen Gruppen erkämpft werden. So wurden noch 1906 Arbeiter bei ihren Arbeitgebern angezeigt, wenn sie “Privatgrund” betraten.

Der Aufschwung bis 1934

Während des ersten Weltkrieges mussten auch die Naturfreunde große Verluste unter ihren Mitgliedern hinnehmen. Neben den Artikeln aus den fernen Ländern, in denen die Soldaten an der Front kämpfen mussten, erschienen auch die Verlustlisten im Naturfreund. Die Zwischenkriegszeit kann auch als Zeit der Gegenkultur der Arbeiterbewegung bezeichnet werden. Alle Organisationen der Arbeiterbewegung, von den Kinderfreunden bis zum Arbeiter-Schachbund, nahmen trotz schwerster wirtschaftlicher und politischer Krisen ihren großen Aufschwung.

zum Berg frei Einleger

Berichte aus dem Einleger
Kulturfahrt ins Burgenland

“Berg frei Einleger”

erscheint viermal im Jahr in der Bundeszeitschrift "Naturfreundin" mit

Informationen, Hintergrundberichte, Nachlese


sowie

Vorschau über Veranstaltungen aller Art.


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