Was sind die NaturFreunde eigentlich für ein Verein?


Zu den NaturFreunde gehören etwa 500.000 Mitglieder in 23 Ländern, darunter fast 100.000 in Deutschland.
Sie verbindet die Freude an der Natur und der Wunsch, sie auch für unsere Kinder zu erhalten.
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Gründung des Vereins “Die Naturfreunde”

Auf einer Wanderung durch den Wienerwald besprachen der Fachlehrer Georg Schmiedl und der Kaufmann Simon Katz die Idee einer “touristischen Gruppe” für Arbeiter. Schmiedl annoncierte im März 1895 in der Wiener Arbeiterzeitung:

“Naturfreunde werden zur Gründung einer touristischen Gruppe eingeladen, ihre Adressen unter “Natur 2080” einzusenden”.

Unter den ersten 30 Briefen waren auch jene von: Alois Rohrauer, Metallarbeiter, Josef Rohrauer, stud. phil. und Karl Renner, stud. jr.

Am ersten Ausflug der “Touristischen Gruppe der Sozialdemokraten”, wie sich die lose Gruppe vorerst nannte, am Ostersonntag 1895 auf den Anninger nahmen schon 62 naturbegeisterte Wanderer teil.

Aus politischen Gründen mußten die Initiatoren der Gruppe, Schmiedl und Katz, in den Hintergrund treten. Alois Rohrauer, der erste Vereinsobmann, Leopold Happisch, der spätere langjährige Redakteur der Vereinszeitschrift, und Karl Renner führten die Vereinsgeschäfte. Karl Renner schrieb “Rohrauer und ich bereiteten nun die Umwandlung der losen Gruppe in einen ständigen Verein vor, der neben die alpinen Vereine des Bürgertums treten und durch geringe Mitgliedsbeiträge dem Arbeiter die organisierte Teilnahme am Bergsport möglich machen sollte. Ich entwarf die Statuten, zeichnete das farbige Emblem, verfaßte den Wahlspruch.”

Der Wahlspruch lautete “Hand in Hand durch Berg und Land!” und kennzeichnete den politischen Anspruch der Naturfreunde auf Freizeit und Erholung zu einer Zeit, wo der Zehn-Stunden-Tag die Ausnahme war, samstags gearbeitet wurde, kein gesetzlicher Urlaub existierte und die Eigentumsrechte jede Nutzung von Wald und Bergland für Erholungszwecke ausschlossen.

Die Gründungsversammlung fand am Montag, 16. September 1898, im Gasthof “Zum goldenen Luchsen” in Neulerchenfeld statt. 185 Personen nahmen daran teil.

Die ersten Jahre

Die Entwicklung des Arbeitertourismus bei den Naturfreunden verlief in den ersten Jahren stürmisch. Anfangs erschien das Programm der Naturfreunde monatlich als Beilage in der Arbeiterzeitung, schon 1897 wurde die Vereinszeitschrift “Der Naturfreund” herausgegeben. Die erste Auflage betrug 500 Stück, 1899 waren es 1.500, 1914 schon 35.000 Exemplare. 1898 war ein weiterer Sprung nach vorne zu verzeichnen: Alois Rohrauer erwirkte bei der k. u. k. privaten Südbahngesellschaft, dass die Naturfreunde sowie die anderen, schon weit größeren, alpinen Vereine eine Begünstigung bei der Bahnfahrt erhielten. Die Naturfreunde waren der erste Verein, der einen Sonderzug führte - am 14. August 1898 nach Salzburg.

Im Juni 1897 wurde die erste Ortsgruppe außerhalb Wiens in Steyr gegründet. Es folgten Thurn in Böhmen, Floridsdorf, Neuberg an der Mürz, Rohrbach, Linz, Graz, Kapfenberg, Klosterneuburg und Liesing. Die Bewegung fand rasche Verbreitung durch fahrende Handwerksgesellen und Auswanderer, die in vielen Städten Europas Ortsgruppen gründeten.

Unser Gruß “Berg frei”

In der Gründungsversammlung der Ortsgruppe Graz am 14. Januar 1900 stellte Alois Schnepf den Antrag, als Gruß für die steiermärkischen Ortsgruppen “Berg Frei!” zu bestimmen. Nach einstimmiger Annahme dieses Antrages übernahm es Rudolf Bichl, diesen Beschluss an die “Zentrale” weiterzuleiten. Die Zentrale trat namens des Gesamtvereins dem Beschluß der Steiermärker bei. Der Ruf “Berg frei!” wurde zum Gruß des Gesamtvereins.

zum Berg frei Einleger

Berichte aus dem Einleger
Kulturfahrt ins Burgenland

“Berg frei Einleger”

erscheint viermal im Jahr in der Bundeszeitschrift "Naturfreundin" mit

Informationen, Hintergrundberichte, Nachlese


sowie

Vorschau über Veranstaltungen aller Art.


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