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Die bayerischen NaturFreunde sind solidarisch mit „Wir haben es satt“ Demonstration in Berlin am 16.1.2021

Die bayerischen NaturFreunde sind solidarisch mit

 „Wir haben es satt“ Demonstration in Berlin am 16.1.2021

Alljährlich präsentieren sich die Akteure der Agrarwirtschaft aus aller Welt im Rahmen der  internationalen Grünen Woche in Berlin. In diesen Coronazeiten findet die Veranstaltung  dieses Jahr digital statt!

Das Verbändebündnis „Meine Landwirtschaft“ wird sich in Berlin am 16. Januar mit einer an die Pandemiesituation angepassten lokalen Aktion vor dem Bundeskanzleramt zu Wort melden.

Die NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Bayern e.V. senden zusammen mit zahlreichen bayerischen Umwelt-, Verbraucher-, Tierschutz- und Bauernorganisationen Solidaritätsbotschaften in Form von Fußabdrücken nach Berlin.

Bei einer Aktion am Münchner Marienplatz hat das Agrarbündnis Bayern am 11. Januar 2021 seine Forderungen vorgestellt und zu weiteren Solidaritätsbekundungen aufgerufen!

Mit individuell gestalteten Fußabdrücken können sich Menschen aus ganz Deutschland  virtuell beteiligen: https://www.wir-haben-es-satt.de/mitmachen/fussabdruck/

Ziel der unterzeichnenden Verbände ist der Umbau der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik.

Die bisherigen Verhandlungen auf EU Ebene zur Neugestaltung der EU-Agrarpolitik lassen allerdings bisher nur sehr kleine Schritte in Richtung eines Systemwechsels bei der Agrarförderung und Marktgestaltung erkennen. Die bayerischen NaturFreunde fordern hingegen eine bäuerlich-ökologischere, gentechnikfreie Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, Klimagerechtigkeit und globale Solidarität!“,meinte Hans Greßirer, Landesfachgruppenleiter Arten- und Biotopschutz der NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Bayern e.V.!

Festzustellen ist, dass auch in Bayern nicht die „heile Welt“ der Landwirtschaft herrscht, denn auch hier setzt sich der Strukturwandel fort und insbesondere die Zahl der kleinen bäuerlichen Betriebe nimmt kontinuierlich ab. Nach dem Prinzip "wachsen oder weichen" beschleunigen beispielsweise große industrielle Tierhaltungsanlagen das Höfesterben. Der Rückgang der Artenvielfalt ist auch in der bayerischen Kulturlandschaft dramatisch“, ergänzte Christine Eben, stellvertretende Landesvorsitzende und Fachbereichsleiterin Natur und Umwelt der NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Bayern e.V.!

Die bayerischen NaturFreunde sind überzeugt, „dass in den kommenden Agrarverhandlungen auf Bundesebene der Handlungsspielraum genutzt werden muss, denn landwirtschaftliche Betriebe dürfen nicht - wie bisher - zum Großteil gemäß der bewirtschafteten Flächengröße subventioniert werden, sondern müssen für ihre Leistungen für Umwelt, Klima und Tierschutz bezahlt werden. Diese Leistungen müssen über dem gesetzlichen Mindeststandard liegen, wie es beispielsweise bei der extensiven Grünlandnutzung, bei Vielfalt in der Fruchtfolge oder der Anlage von Brache- und Blühflächen der Fall ist“, wie Christine Eben weiter ausführte.

Die bäuerliche Erzeugergemeinschaften und die handwerklichen Milch- und Fleischverarbeiter benötigen dringend Unterstützung gegenüber den marktbeherrschenden Großkonzernen und Handelsunternehmen.

Über Massenverarbeitung werden Erzeuger unter Druck gesetzt und Umweltfolgeschäden auf die Gesellschaft abgewälzt“ kritisierte der Peter Pölloth, der Landesgeschäftsführer der bayerischen NaturFreunde.

Entsprechend den Zielen der Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission müssen Umwelt-; Klima- und Tierwohlziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfolgt werden – vom Hof bis zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Deshalb fordern die NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Bayern e.V. zusammen mit den weiteren beteiligten Verbänden jetzt deutlich mehr Unterstützung für den Umbau hin zu einer ökologischeren Land- und Ernährungswirtschaft:

Im Schulterschluss mit dem Bündnis „Meine Landwirtschaft“ in Berlin wird gefordert: https://www.meine-landwirtschaft.de/

Höfesterben beenden – Bäuer*innen beim Umbau der Landwirtschaft unterstützen!

Tierfabriken stoppen – Stallumbau fördern & Tierzahlen reduzieren!

Klimakrise bekämpfen – Fleischkonsum senken & gesunde Böden sichern!

Pestizidausstieg angehen & Gentechnik stoppen – Gesundheit & Insekten schützen!

Artenvielfalt und Biodiversität erhalten und wieder zurückgewinnen

EU-Mercosur-Abkommen in die Tonne – Menschenrechte und Regenwald erhalten!

 

Hans Greßirer

 

Landesfachgruppenleiter Arten- und Biotopschutz der NaturFreunde Deutschlands, Landesverband Bayern e.V.