Der Verband


Natur erleben

Unter dem Motto „Die Natur nützen und schützen“ setzen sich die NaturFreunde seit mehr als 100 Jahren für Natur und Umwelt ein.

Die NaturFreunde sind eine internationale Umwelt-, Kultur-, Freizeit- und Touristikorganisation. Von österreichischen Sozialisten 1895 in Wien gegründet, gehören heute zur NaturFreunde- Bewegung etwa 500.000 Mitglieder in 25 Ländern.


Wir NaturFreunde

Die NaturFreunde waren nie nur ein Wanderverein. Mit dem Gruß "Berg frei" verband sich immer ein gesellschaftspolitisches Programm, wurden traditionell soziale Anliegen mit dem Umwelt- und Naturschutzgedanken verknüpft.

nf-logo.pngGalt es vor hundert Jahren, den Zugang zur Natur für die arbeitenden Menschen gegen Wegeverbote der feudalen Jagdpächter durchzusetzen, ist es heute vordringlich, die natürlichen Lebensgrundlagen auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

In diesem Sinne ist auch unser Abzeichen – gereichte Hände mit drei roten Alpenrosen – zu verstehen.

Die NaturFreunde haben die Herausforderung des Erdgipfels von Rio angenommen. Für sie steht der Begriff Nachhaltigkeit für eine Zukunftsvision, in der wirtschaftliche Entwicklung dauerhaft mit sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verträglichkeit verbunden ist. An diesem Leitbild richten wir unsere Arbeit in den Ortsgruppen, Landesverbänden und im Bundesverband aus, indem wir ...


  • ... Umwelt- und sozialverträglichen Tourismus organisieren, naturverträglich und gemeinschaftlich Sport treiben. Von Skifahrten (Alpin, Langlauf, Skitouren) über Wandern, Bergsteigen und Klettern bis zu Wassersportarten wie Kanu und Kajak ist für jeden was dabei. Jüngere Sportarten wie Nordic Walking und Mountainbike ergänzen das Repertoire der Ortsgruppen.
  • ... unsere Naturfreundehäuser nach ökologischen Gesichtspunkten modernisieren und dort eine regionaltypische Verpflegung anbieten.
  • ... uns kulturell engagieren, in Gesangs- und Theatergruppen, mit kulturellen Städtereisen und gemeinsamen Museumsbesuchen.
  • ... Kampagnen ausrufen, um den Klimaschutz zu verbessern, um Flüsse wieder sauberer zu machen, Landschaften integriert weiter zu entwickeln und "Grüne Wege in die Zukunft" zu finden.
  • ... uns in aktuelle Politik einmischen und deren Ausrichtung am Grundsatz der Nachhaltigkeit einfordern.
  • ... Anstöße zu einem nachhaltigen Lebensstil geben und Umweltbildung für Familien und Kinder durchführen.
  • ... Solidarisch sind innerhalb der eigenen Generation, zwischen den Generationen und in der Einen Welt, in der für alle Menschen der gleichberechtigte Zugang zu den Lebensgrundlagen, zu Arbeit und Bildung gewährleistet werden soll.


Landesverband Bayern

In 127 Ortgruppen sind ca. 20.000 Menschen organisiert und viele tragen zur Erhaltung der Umwelt und der kulturellen Vielfalt bei – ehrenamtlich. Umweltschutz beginnt bei den NaturFreunden vor der eigenen Haustür – mit der Pflege und dem Unterhalt ihrer annähernd 100 Häuser in Bayern.

Diese bieten Familien und Gruppen unvergessliche Ferien und Ausflüge. Oft sind sie auch Dreh- und Angelpunkt der vielen sportlichen Aktivitäten – von Skifahren über Bergsteigen und Klettern bis hin zu Wassersport wie Kanu- und Kajakfahren.

NaturFreunde sind gesellschaftlich und kulturell interessiert. Mit Wanderungen und Stadtführungen erkunden sie nicht nur ihre bayerische Heimat. Sie hinterfragen kritisch gesellschaftliche Entwicklungen und setzen sich aktiv für ihre Mitmenschen ein. In Foto-, Theater und Musikgruppen tragen sie zum kulturellen Leben in Bayern bei.

Der 1946 gegründete Landesverband Bayern ist in sieben Bezirke unterteilt: Mittelfranken, München, Niederbayern/Oberpfalz, Oberbayern, Oberfranken, Schwaben und Unterfranken.

Vier Fachbereiche – Sport, Kultur, Umwelt, Sport und Häuser – bündeln die vielen Aktivitäten der Naturfreunde auf Landesebene und dienen dem Erfahrungsaustausch zwischen den NaturFreunden in den Ortsgruppen. Bei unseren sportlichen und kulturellen Aktivitäten, finden jung und alt eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Zum Beispiel fokussieren unsere Sportler nicht auf pure Leistung, sondern schätzen die Prinzipien von Solidarität und Rücksicht.

Ein großer Teil der Arbeit der bayerischen Ortsgruppen fließt in den Ausbau und den Erhalt der 100 Naturfreundehäuser. In zehntausenden ehernamtlichen Stunden jährlich pflegen wir Häuser, in denen Wanderer, Sportler, Familien und Naturverbundene günstig übernachten.

Die Pflege unsere Häuser, unsere Umweltaktivitäten und unser Einsatz für soziale Gerechtigkeit wird fast ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit ermöglicht – auf 20.000 Mitglieder kommen 5 hauptamtliche Mitarbeiter.

NaturFreunde sind heute in 25 Ländern aktiv, u.a. in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Großbritannien und der USA.


Naturfreunde Internationale

Die Naturfreunde Internationale (NFI) ist der internationale Dachverband der Naturfreunde-Bewegung, die aus derzeit 21 Landesorganisationen mit mehr als 500.000 individuellen Mitgliedern sowie Partnerorganisationen in weiteren 20 Ländern besteht.

1895 in Wien gegründet, setzt sie sich als Umwelt- und Sozialorganisation für Nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen ein. Die Naturfreunde bieten Freizeitaktivitäten für ihre Mitglieder an, betreiben ein Netzwerk von mehr als 1.000 Naturfreundehäusern, lancieren internationale Kampagnen zu Umweltthemen und haben eine eigenständige Jugendorganisation (www.iynf.org). Sie sind Mitglied der Green 10 auf europäischer Ebene und haben Konsultativstatus bei UN-Organisationen.


Das Projekt „Landschaft des Jahres“

Seit 1989 arbeitet die Naturfreunde Internationale (NFI) an der Vernetzung von grenzüberschreitenden Regionen in ganz Europa, die außer ihrer landschaftlichen Schönheit und einem reichen kulturellen Erbe auch Chancen und Probleme teilen: Es sind meist strukturschwache Regionen, die aber das Potenzial haben, durch sanften, umwelt- und sozialverträglichen Tourismus einen wirtschaftlichen Aufschwung zu nehmen.

Diese Regionen werden von der NFI zu „Landschaften des Jahres“ erklärt und durch Aktivitäten, professionelle Tourismus- und Regionalentwicklungsberatung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Bisher sind elf „Landschaften des Jahres“ ausgezeichnet worden, nämlich die Regionen Bodensee (AT, D, CH), Neusiedler See – Seewinkel (AT, HU), Eifel-Ardennen (B, D, F, LUX), Odermündung (D, PL), Alpen (AT, CH, D,F, FL, I, SLO), Maas (B, F, NL), Böhmerwald (AT, D, CZ), Flandern (B, F, NL), Lebuser Land (D, PL), Jura (CH, F) und das Donaudelta (RO, UKR).

Anfang 2006 wurde das internationale Netzwerk der Landschaften des Jahres gegründet, das auf Synergieeffekte für eine nachhaltige touristische Entwicklung und deren Vermarktung abzielt.


Green 10: Umwelt-Netzwerk auf EU-Ebene

NFI ist Mitglied der „Green 10“, einem Bündnis von derzeit zehn Umweltorganisationen, die auf EU-Ebene arbeiten. Vertreten sind folgende Organisationen: Birdlife International, CEE Bankwatch Network, Climate Action Network Europe (CAN-Europe), European Environmental Bureau – (EEB), European Federation for Transport and Environment (T&E), European Public Health Alliance - Environmental Network (EEN), Friends of the Earth Europe (FoEE), Greenpeace, Naturfreunde Internationale (NFI) und World Wide Fund for Nature European Policy Office (WWF-EPO).


NFI übernimmt den Vorsitz der Green 10

Am 1. Juli 2013 übernimmt die Naturfreunde Internationale den Vorsitz der Green 10,  des informellen Zusammenschluss der größten auf EU Ebene tätigen Umweltschutzorganisationen.  Gemeinsam bilden die Green 10 in Brüssel sowohl die Stimme als auch die Ohren von 20 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürgern.

Seit Mitte der 1990er Jahre ist die NFI Mitglied der Green 10, den seit einigen Jahren alle sechs Monate rotierenden Vorsitz übernimmt die NFI nun erstmalig. Dabei werden gemeinsame Aktionen und Positionen der Green 10 koordiniert. Der Vorsitz fällt zusammen mit der litauischen EU Präsidentschaft. Um zu gewährleisten dass die Beiträge der Green 10 zu den umweltpolitischen Strategien in der EU weiter einen möglichst großen Einfluss haben wird eng mit den relevanten offiziellen Vertreterinnen und Vertretern der Präsidentschaft zusammengearbeitet.

Im Detail wird sich die Arbeit der Green 10 auf die politischen Entscheidungsträger der EU konzentrieren, also die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Ministerrat, um sicherzustellen dass die Umwelt und deren Schutz ein zentraler Aspekt der EU Politikgestaltung  ist. Neben der Arbeit mit einzelnen EU Institutionen zu zentralen Umweltstrategien erarbeiteten die Green 10 auch gemeinsame Antworten und Empfehlungen zu Bereichen die alle NGOs betreffen, wie beispielsweise den Europawahlen und der Ökologisierung des EU-Budgets. Weiters arbeiten die Green 10 gemeinsam mit ihren Mitgliedsorganisationen in den einzelnen EU Staaten an der Umsetzung der EU Umweltgesetzgebung und bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit ihre Anliegen aktiv in die politischen Entscheidungsprozesse in der EU einzubringen.

Mit der Hilfe einer zusätzlichen Arbeitskraft, von PraktikantInnen und natürlich ihrer Mitglieder wird die NFI ihr Bestes tun den Ansprüchen des Green 10 Vorsitzes zu entsprechen.

Mehr Informationen dazu findet ihr auf www.nfi.at